Referenzsolaranlage an der Jüchstrasse in St. Gallen

Beim beschriebenen Objekt handelt es sich um ein Einfamilienhaus mit Baujahr 1957 in der Stadt St. Gallen. Es wird von einer 4-köpfigen Familie genutzt. Vor der Renovierung wurde das Gebäude mit einer Ölheizung beheizt und das Warmwasser wurde durch einen Elektroboiler erzeugt. Die für die Kollektoren genutzte Dachfläche ist gegen Westen ausgerichtet und somit nicht 100% ideal, aber durchaus vertretbar. Bei der Sanierung wurde die bestehende Ölheizung durch eine kondensierende Erdgasheizung ersetzt. Die Wassererwärmung erfolgt über eine Kompaktanlage der Firma Ernst Schweizer AG. Es wurde ein Indachkollektorfeld mit 3 Sonnenkollektoren und einer Absorberfläche von gesamten 6.9m2 montiert. (6.3m2 wären bei einer Kollektorausrichtung nach Süden oder Südwesten ausreichend gewesen). Als Wärmespeicher dient ein 500l Brauchwasser – Solarboiler mit einer Nachheizung, wahlweise elektrisch oder über die neu installierte Gastherme. Durch das Ersetzen der Ölheizung (Standmodell) durch eine Gasheizung (Wandtherme) und somit auch dem Wegfall der Brennstofftanks konnte Platz geschaffen und die Kellerräume enorm aufgewertet werden. Zudem kann die Gasheizung mit 100% Biogas komplett co2-neutral betrieben werden. Als kleine „gadget“ wurde eine Warmwasserzapfstelle im Terrassenbereich installiert, um das Planschbecken der Kinder, oder die Gartendusche der Erwachsenen, während der heissen Jahreszeit mit solar erwärmtem Wasser zu versorgen.

Als Dienstleistung an alle Interessenten haben wir eine Live Datenübertragung der Messwerte der oben beschriebenen Solaranlage in diese Seite eingebettet. Die Messwerte werden auf den beiden Grafiken visualisiert. Wegen der nicht ganz idealen Ausrichtung (West) scheint die Sonne erst ab dem späteren Vormittag auf den Kollektor, besonnt ihn dann anschliessend bis zum Sonnenuntergang, was man an der gelben Linie schön erkennen kann. Verhindern Wolken eine direkte Bestrahlung des Kollektors kann man das ebenfalls an den Bewegungen der gelben Kurve erkennen.
Die Speicherung der Wärmeenergie im Brauchwasserboiler während der Nacht und am Morgen sowie an bewölkten Tagen erkennt man gut an der grünen Kurve (Temperatur Boiler unten). Verbrauchen die Hausbewohner eine grössere Menge Warmwasser, kann man das an Senkungen der grünen Kurve erkennen. (Die Boilertemperatur wird unten im Boiler in der kältesten Zone beim Solarregister gemessen).